Sie haben den Aufdruck „UPF 50+“ auf Rashguards, Badeanzügen und Strandshirts gesehen. Aber was bedeutet das eigentlich? Und warum sollten Sie sich mehr Gedanken über UPF machen als über den Sonnenschutz, den Sie bereits verwenden?
Hier ist die direkte Antwort – ohne Füllmaterial, ohne Marketing-Floskeln.
Was ist UPF?
UPF steht für Ultraviolet Protection Factor (Ultraviolettschutzfaktor). Er misst, wie viel UV-Strahlung ein Stoff auf Ihre Haut durchlässt. Ein UPF 50-Stoff lässt nur 1/50 der verfügbaren UV-Strahlung durch – was bedeutet, dass 98 % blockiert werden.
Es ist das textile Äquivalent von LSF, aber für Kleidung. Der Hauptunterschied: UPF deckt sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlung ab, nicht nur die verbrennungsfördernde UV-B-Strahlung, auf die sich die meisten LSF-Ratings konzentrieren.
| UPF-Bewertung | Blockierte UV-Strahlung | Schutzkategorie |
|---|---|---|
| 15–24 | 93,3–95,9 % | Gut |
| 25–39 | 96,0–97,4 % | Sehr gut |
| 40–50+ | 97,5–98 %+ | Ausgezeichnet |
UPF vs. LSF: Was ist der Unterschied?
LSF (Lichtschutzfaktor) gilt nur für Sonnenschutzprodukte, die auf die Haut aufgetragen werden. Er misst den Schutz vor UV-B-Strahlen – denjenigen, die Sonnenbrand verursachen –, berücksichtigt aber nicht die UV-A-Strahlen, die tiefer in die Haut eindringen und die Hautalterung und das Hautkrebsrisiko beschleunigen.
UPF misst den Schutz vor sowohl UV-A als auch UV-B in einem Stoff. Ein Rashguard mit UPF 50+ bietet Ihnen also einen umfassenderen UV-Schutz als LSF 50-Sonnenschutz, und er wäscht sich nicht ab, schwitzt nicht ab und muss nicht alle 80 Minuten erneut aufgetragen werden.
Wie wird UPF getestet?
Kleidungsstücke werden nach dem australisch/neuseeländischen Standard AS/NZS 4399:1996 getestet, dem internationalen Maßstab für UV-Schutzkleidung. Stoffproben werden mit einem Spektrophotometer UV-Strahlung ausgesetzt, und die Ergebnisse werden über mehrere Teststellen am Kleidungsstück gemittelt.
Wichtig: UPF-Ratings werden an trockenen Stoffen gemessen. Einige Stoffe verlieren bei Nässe ihre UPF-Leistung – insbesondere leichte Baumwollstoffe und locker gewebte Synthetikstoffe. Hochwertige Polyester-Spandex-Rashguards behalten ihr UPF 50+-Rating auch im nassen Zustand bei.
Was beeinflusst die UPF-Bewertung eines Stoffes?
Web- und Maschendichte
Engere Gewebe lassen weniger Raum zwischen den Garnen, damit UV-Strahlung durchdringen kann. Ein dichtes, in vier Richtungen dehnbares Gestrick blockiert deutlich mehr UV-Strahlung als ein lockeres, offenes Gewebe – selbst bei gleichem Faseranteil.
Fasertyp
Polyester ist von Natur aus UV-beständig. Nylon ist etwas weniger beständig. Baumwolle hat eine sehr geringe natürliche UV-Beständigkeit – selbst dunkle Baumwolle bietet im trockenen Zustand nur etwa UPF 10 und sinkt weiter, wenn sie nass oder gedehnt wird.
Farbe
Dunklere Farben und leuchtende Farben absorbieren mehr UV-Strahlung als Pastelltöne und Weiß. Ein hochwertiger Polyester-Rashguard in Weiß kann jedoch allein durch die Webdichte immer noch UPF 50+ erreichen – Farbe ist bei Hochleistungs-UV-Stoffen ein sekundärer Faktor.
Dehnung
Das Dehnen eines Stoffes öffnet die Strickstruktur und kann den UPF reduzieren – weshalb die Passform wichtig ist. Ein Rashguard, der an Brust oder Schultern zu eng ist, weist an diesen Belastungspunkten einen verringerten UV-Schutz auf.
Warum UPF 50+ in Südostasien wichtig ist
Der UV-Index im tropischen Südostasien erreicht regelmäßig 11–13 – auf der WHO-Skala als „extrem“ eingestuft. Bei einem UV-Index von 11 kann ungeschützte helle Haut in nur 10 Minuten verbrennen. Auch dunklere Hauttöne, die mehr natürlichen Melaninschutz haben, können UV-A-Schäden erleiden, die nicht als sichtbarer Sonnenbrand in Erscheinung treten, sich aber über Jahre ansammeln.
Das Tragen eines UPF 50+ Langarm-Rashguards von SAILBEE macht Sonnencreme auf bedeckten Hautpartien komplett überflüssig – und bedeckt eine viel größere Fläche als ein Kurzarmshirt oder ein Bikinioberteil.
So überprüfen Sie den UPF-Anspruch eines Kleidungsstücks
Achten Sie auf:
- Eine bestimmte UPF-Nummer auf dem Etikett (nicht nur „UV-Schutz“ oder „Sonnenschutz“)
- Verweis auf einen Prüfstandard (AS/NZS 4399, AATCC 183 oder EN 13758-1)
- Konsistente UPF-Angaben bei nassen und trockenen Bedingungen
Seien Sie skeptisch gegenüber Marken, die „UV-Schutz“ beanspruchen, ohne eine UPF-Nummer anzugeben – diese Formulierung ist unreguliert und kann fast alles bedeuten.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet UPF 50+ bei einem Rashguard?
UPF 50+ bedeutet, dass der Stoff mindestens 98 % der UV-A- und UV-B-Strahlung blockiert. Es ist die höchste erreichbare UPF-Bewertung und weist auf einen hervorragenden UV-Schutz hin. Weniger als 1/50 der UV-Strahlen dringen durch den Stoff und erreichen Ihre Haut.
Ist UPF 50+ dasselbe wie LSF 50?
Nein. LSF misst den Sonnenschutz nur gegen UV-B. UPF misst den Stoffschutz gegen sowohl UV-A als auch UV-B. UPF 50+ Kleidung bietet einen breiteren und zuverlässigeren Sonnenschutz als LSF 50 Sonnenschutz, der alle 1–2 Stunden erneut aufgetragen werden muss.
Verlieren Rashguards ihren UPF, wenn sie nass sind?
Minderwertige oder locker gewebte Stoffe können ihren UPF verlieren, wenn sie nass oder gedehnt werden. Hochwertige Polyester-Spandex-Rashguards – wie die von SAILBEE – behalten ihre UPF 50+-Bewertung auch bei Nässe, da der Schutz von der dichten Strickstruktur und nicht von einer chemischen Beschichtung herrührt.
Kann ich auf Sonnencreme verzichten, wenn ich einen UPF 50+ Rashguard trage?
Für bedeckte Bereiche, ja. Ein UPF 50+ Rashguard bietet einen gleichmäßigeren Schutz als Sonnencreme, da er nicht abgewaschen, abgeschwitzt oder neu aufgetragen werden muss. Sie benötigen jedoch weiterhin Sonnencreme auf exponierten Stellen – Gesicht, Nacken, Handrücken und jede unbedeckte Hautpartie.
Wie lange hält der UPF-Schutz?
Der UPF in hochwertigen Polyesterkleidungsstücken verschlechtert sich bei normalem Gebrauch und Waschen nicht wesentlich. Im Gegensatz zu einigen chemischen UV-absorbierenden Oberflächen kommt der UV-Schutz von Polyester aus seiner inhärenten molekularen Struktur und Webdichte, die über Hunderte von Wäschen hinweg bestehen bleibt.
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